Ein Gastbeitrag unseres Partners Presse-und-mediendienstlesitungen / (c)2021



Heute habe ich einen etwas befremdlichen Artikel gelesen. (Der Name des Verfassers ist mir entfallen). 
Darin wird eine neue Art des Schreibens propagiert: Journaling. 
Ein sehr merkwürdiger Ausdruck, ver-englischt oder amerikanisiert, sollte modern klingen dabei klingt es nur hilflos. Da muss ich mich ungläubig am Kopf kratzen und fragen welchen alten Wein in neuen Schläuchen will uns der Autor verkaufen. Er spricht in seinem Artikel, dass dieses „Journaling“ dem Schreiber helfen könnte sich selbst zu erkennen. 
Eine Feststellung die schon im alten Griechenland seinen Platz hatte „Gnothi seauton“, Mensch erkenne dich selbst. Nicht schlecht gedacht für Menschen, welche wenig Selbstvertrauen haben. Aber genau aus diesem Grund gibt es Schreibseminare. Dort kann ich lernen, wie sind die Grundzüge des Schreibens, wie gestalte ich einen Satz, wie drücke ich mich aus. 
In der Schule, sollte jeder schreiben und lesen gelernt haben. (Obwohl es mehr als vier Millionen Analphabeten in der Bundesrepublik gibt). Denn auch in den Zeiten von Digitalisierung ist es essenziell schreiben und lesen zu können. Schreiben und lesen ist wie Atmen [Manguel und Hirte, Eine Geschichte des Lesens. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt, 2012, ISBN: 978-3-596-17515-4 3-596-17515-1] 
Der Autor selbst, so gibt er preis habe ein Buch geschrieben, über das Journaling. Es habe ihm geholfen sich selbst zu erkennen. Diese Aussage macht er mehrere Male in diesem Artikel. Und ich muss mich wieder fragen, was will der Autor. Dieses Mal habe ich die Antwort: Er möchte sein Buch verkaufen. 
Seit die Sumerer die ersten Zeichen auf eine Lehmplatte geritzt haben, haben sich viele damit beschäftigt ihre Gedanken auf Papier zu bringen. Um sich selbst, ich übernehme die Redewendung des Autors, sich zu erkennen. In unserer Welt ist das therapeutische Schreiben mittlerweile eine anerkannte Methode sich über verschiedenen Aspekten seines Lebens klar zu werden. 

Von bekannten Autoren gibt es sehr viel hervorragende Literatur zum Thema schreiben. So kann ich eine Reihe „Schreiben Tag für Tag“ [Schärf, Schreiben Tag für Tag. Duden-Verlag, Mannheim, 2012, ISBN: 978-3-411-74901-0 978-3-411-90324-5] sehr empfehlen. 
Der Autor des Artikels hat sich des Tricks bedient, eine über Generationen hinweg erprobtes Werkzeug mit einem neuen Namen zu versehen um damit seinem Journaling-Buch den Anstrich von Seriosität zu geben. 

Ich nutze das erprobte Werkzeug seit mehr als dreißig Jahren und nenne es heute noch Tagebuch. 




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