Leo Hasshoff © 2018

Das Zeitalter der Sozialen Medien sollte auch das Zeitalter der Kommunikation sein. Die Mehrheit der Bevölkerung widerspricht dem jedoch. Zudem geht es nicht um Kommunikation, es geht um miteinander reden. Dies ist der allgemeine Sprachgebrauch. Von Kommunikation spricht der Sprach- oder Kommunikationswissenschaftler, aber nicht der Mann oder die Frau auf der Straße. Hier geht es immer um miteinander reden, sich mitteilen, etwas sagen, etwas dazu sagen. Bei all diesem Gerede, frage ich mich doch was macht denn gute Kommunikation aus, im Gegensatz zur schlechten Kommunikation. Und besteht Kommunikation nur aus gesprochenem ? Und wie steht es mit dem Geschriebenem?, – der Non-Verbalen Kommunikation oder was sagt uns die Körpersprache ? Zuerst solle ich einmal einen Überblick geben was für Arten von Kommunikation es gibt (nicht unbedingt sehr ernst gemeint und nicht vollständig) da haben wir die Medien vermittelnde Kommunikation, die interne Kommunikation, dann noch die ärztlich Kommunikation, interpersonelle Kommunikation, sowie die politische Kommunikation und nicht zuletzt die betriebliche Kommunikation (Organisations- Kommunikation). Dies sind einige Varianten von Kommunikation, aber keine trägt zur Beantwortung der am Anfang gestellten Frage bei. Auch muss gefragt werden, gibt es einen Maßstab an dem die gute und ich möchte sagen die weniger gute Kommunikation gemessen werden kann.? Versuche gab es viel, wie weit diese jedoch gediehen sind habe ich nicht weiter verfolgt. Meiner Meinung nach kann ich dann von einer guten Kommunikation reden, solange es möglich ist Argumente auszutauschen. Eine schlechte Kommunikation lässt keine Argumente mehr zu. Das ist eine Variante. Wir müssen deshalb auch das Verstehen mit in unsere Überlegungen einbeziehen. Denn wichtig ist nicht was „A“ sagt, sondern was „B“ versteht*. Nun sind wir genauso weit wie am Anfang. Wenn wir uns die heutige Kommunikation betrachten, so scheint diese zum Großteil aus geschriebener Kommunikation zu bestehen. Facebook, Twitter, What´s App, SMS und all die anderen elektronischen Mitteilungsmöglichkeiten beruhen auf Geschriebenem. Und ich würde sagen in diesem Bereich sollte es relativ leicht sein zu beurteilen was schlechte und was gute Kommunikation ist. Hier sind wir nun auf dem Gebiet der digitalen Kommunikation gelandet, wobei ich in dieser Darlegung keinen Unterschied machen möchte zwischen der Digitalen und der Analogen. Obwohl, wie sie sich denken können ein relativ großer Unterschied zwischen beiden besteht. Ich versuche weiter auf den Spuren von guter Kommunikation zu bleiben. Betrachten wir uns die gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg**. Bei dieser Form der Kommunikation ist die Aussage und die Art und Weise der Aussage von Relevanz. Somit auch die Stimmlage, Höhe und Tiefen. Auch dies fließt in die Kommunikation mit ein. Und es wird noch komplexer. Denn wie der Kommunikationswissenschaftler feststellt besitzt jede Kommunikation neben ihrem Inhaltsaspekt auch eine offene oder verschlüsselte Beziehungsaussage. Jedes Verhalten ist gleichzeitig auch Kommunikation. Dabei ist es nicht möglich, nicht zu kommunizieren* Wenn ich für eine gute Kommunikation nun die Beziehung heranziehe, werde ich relativ schnell merken wann ich ein gute bzw. schlechte Kommunikation verspüre. Ich benutze mit Absicht den Terminus „verspüre“. Zurück zum Beziehungsaspekt. Wir unterhalten Beziehungen zu unseren Arbeitskollegen , zu unseren Eltern, Geschwistern, Freunden, der Ehefrau, den Geliebten und unseren Tieren. Und so wie diese Beziehungen gepflegt und gelebt werden, so ist unsere Kommunikation. Zu unseren Kollegen ist diese meist sehr unpersönlich und vom Aspekt der Arbeit geprägt, es wird selten persönlich oder privat. Die Kommunikation mit Kindern ist ein ganz seltsames Ding. Je nach dem, ob Papa mit der Tochter oder mit dem Sohn spricht, die Kommunikation wird geprägt sein von der Nähe zu der Person, aber auch von den Emotion die im momentanen Umfeld des Gespräches vorherrschen. Zum Beispiel, befindet sich der Sohn oder die Tochter in der Pubertät, kann sich ein Gespräch schwierig gestalten und wir sprechen ganz bestimmt von schlechter Kommunikation. Auch wenn diese nicht lange anhält.Diese Betrachtung könnte ich nun bei all den aufgeführten Personen vornehmen, aber ich denke das Sie, der Leser damit schon genügend Erfahrung sammeln konnten. Und so komme ich dann auch zum Resümee meines Artikels:Kommunikation ist immer geprägt von den Beziehungen die wir zu unseren Gesprächspartnern unterhalten. Wir sehen dies an den Kommentaren, die so auf Facebook gepostet werden. Schroff und grob oder ganz und gar unverschämt. Und warum ? Es gibt keine Beziehung, auf keiner Ebene der Kommunikation. Deshalb werden Sie sich entscheiden müssen, was ist gute Kommunikation und was ist schlechte Kommunikation. Was ist das Kriterium der Entscheidung. Lassen Sie ihre Gefühle entscheiden oder um genauer zu sein Ihr Bauchgefühl.Deshalb wünsche ich ihnen allen gute Gefühle und nicht nur in der Kommunikation.



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s