Leo Hasshoff Juni © 2020

Die Rassismus-Debatte ist in vollem Gange. Wahrscheinlich hatten und haben die meisten Demonstranten, die jetzt an den Demonstrationen teilnehmen, noch nie etwas mit Rassismus zu tun. Aber es ist “HIPP”; es scheint zum Mainstream zu gehören, wie in Zeiten von “Me too”.  
Alle die sich bei diesem Thema engagieren, würde ich empfehlen einmal über die Bedeutung des Wortes “Rassismus” sowie über den Kontext der damit impliziert wird zu informieren. Die überwiegende Mehrheit der Menschen wird bei Rasse wohl zuerst an ein Tier denken. Der Rasse-Hund, die Rasse-Katze etc. Aber an Menschen? Ein schwieriges Unterfangen?  
Der Mensch ist eine Spezies. Die Spezies Mensch, die Spezies Tier. Doch was ist nun Rassismus. In Wikipedia findet man folgenden Eintrag.  

Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach dem Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine bestimmte Abstammung vermuten lassen – als „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden.  

 
Wenn wir also von Rassismus sprechen, was meinen wir damit genau? Oder reden wir wieder nach dem Mund der “Anderen”. Wie äußert sich Rassismus? Kann es schon rassistisch sein, wenn ich einen “Anderen” als Schwul bezeichne? Sind wir schon deshalb Rassisten, wenn wir Menschen mit einer anderen Hautfarbe benamen. Ist nur der hellhäutige Mensch ein Rassist oder geht es auch umgekehrt?  Und wenn der dunkelhäutige ein Rassist ist, weshalb nehmen wir dies nicht auch zur Kenntnis?   
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfluchen wir alles was nur im Entferntesten mit Rassismus, Sklaverei zu tun hat.  (In Indien werden Kinder zur Arbeit gezwungen, Sklaverei? – Dieses Thema interessiert wohl niemand?) Wir begeben uns in eine Spirale von blindem Aktionismus, der uns am Ende nur Schmerzen bereiten kann. Durch diese Aktionen wird unsere Geschichte abgeschafft. Alles und jeder der nur den Hauch von Rassismus verströmt, wird vom allwissenden Mop gerichtet. Denkmäler werden zerstört und wer Denkmäler zerstört, der zerstört letztendlich auch Menschen. (Erinnern wir uns an die Sprengung der Buddha-Stauen durch die Taliban im März 2001) Alles im Glauben an die gerechte Sache. Die Frage muss erlaubt sein, wie weit wird uns dieser Wahn treiben. Wollen wir alles auslöschen was unsere Vergangenheit ausmacht, was unsere Geschichte ist?  Nur weil unsere Geschichte nicht so ist wie wir sie uns in unseren kleinen Gehirnen als rechtens erachten?  

 Wann verbrennen wir Bücher, die in einer Zeit geschrieben wurden in der noch nichts von Humanismus zu ahnen war. Als die Wortwahl noch nicht den heutigen Befindlichkeiten entsprach?  
Dann machen wir vor dem Buch der Bücher auch keinen Halt, denn dort geht es vermehrt um Sklaverei, Unterdrückung und Ungerechtigkeit.  
Will sich der Mensch-diese kleine überspannte Tierart- zum Richter aufspielen um über unsere Geschichte zu richten.  

Das richtige Augenmaß in dieser Zeit wäre von Nöten. Lassen wir unsere Geschichte, Geschichte bleiben. Sorgen wir mit unserer Empörung, gegen Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Sklaverei und Rassismus dafür, dass es dies in der Zukunft der Spezies Mensch nicht mehr gibt. Tragen wir dazu bei, dass wir uns befreien von Menschenverachtenden Handeln und Denken. Dann wäre Rassismus für zukünftige Generationen kein Thema mehr.  

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