Leo Hasshoff ©2020 Mai

Alle rufen nach Freiheit, jeder fühlt sich bevormundet und in seinen Persönlichkeitsrechten beschnitten. ‚
Einige Teile der Bevölkerung sind der Meinung die Regierung verfährt in dieser Zeit nach Gut dünken.
Hätten diese Leute sich in ihrer einfachen von seichten Vergnügungen geprägtem Leben einmal mit dem Grundgesetz abgegeben, wären sie eventuell in der Lage die Situation anders zu bewerten.

Aber selbst Menschen, in unserer Gesellschaft, die sich als gebildet betrachten streben vehement nach „Ihrem Recht“ , was immer sie darunter auch verstehen wollen. Das sahen wir an den Demonstrationen in Frankfurt, München und Stuttgart.
Die Regierung ist nach Paragraph 11Grundgesetz verpflichtet Gefahren vom Deutschen Volk abzuwenden (Terror, Natur-Katastrophen, Seuchengefahr und bei schweren Unglücksfällen ( Atomkraftwerk). Die zur Zeit geltenden Beschränkungen sind sichtbarer Ausdruck dieser „Fürsorgepflicht“. Darunter fallen auch jene Personen die nicht in der Lage sind die Situation für sich persönlich ein zu schätzen. Der verwöhnte Bürger in seiner Komfort-Welt mit Computer, Auto, warmem Wasser, Geliebter, Lieferdienst, Krankensystem- und Versicherung der sich um nichts mehr kümmern muss, beginnt zu protestieren wenn ihm etwas von seiner Bequemlichkeit weggenommen oder eingeschränkt wird. Wie ein trotziges Kind sucht er sich jemand der Schuld an dieser ganzen Misere hat. Er ist schnell gefunden, meist ist es die Regierung. Gegen etwas sein, dagegen zu brüllen und zu protestieren ist sehr bequem. Es muss nicht gedacht werden, denn auch das ist in unserer Gesellschaft nicht mehr opportun, das machen die Vordenker. Hier im negativen Sinne von etwas Vor-denken, was wir zur Verstärkung Nach-denken sollen. Damit kann nicht davon gesprochen werden, das wir auf Schultern von Riesen stehen, sondern uns in der Dunkel-kammer des Geistes bewegen.


„Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“

Wenn heute Kleinkinder-Kleinkinder morden, müssen wir uns nicht wundern das unsere Gesellschaft verroht, ganz gleich wie viele tolle You-Tube-Filme wir von tanzendem Krankenhauspersonal sehen. Der Großteil der Gesellschaft ist selbstsüchtig und krankhaft desinteressiert am Schicksal seines Nachbarn. Georg Picht schreibt 1968:

“ Es scheint mir, das der Versuch der Natur auf dieser Erde ein denkendes Wesen hervorzubringen gescheitert ist. Kein Raubtier erreicht die Stufe der Bestialität, der Ruchlosigkeit und der zynischen oder tückischen Wut, mit der der Mensch im Namen der Zivilisation zu morden, zu vernichten, auszurotten, zu unterdrücken, zu erpressen, zu knechten und auszubeuten versteht. Mann muß an Gott glauben, wenn man den Glauben an die verborgenen Zukunft des Menschengeschlechts nicht verlieren soll. Empirisch lässt sich die Hoffnung nicht mehr begründen, das aus der Schändung von allem, was heilig ist, das aus Niedertracht, Dummheit, Gier, Rohheit und Barbarei noch ein Segen für die Zukunft der Welt hervorgehen kann.“

Ich selbst denke -Nein, ich weiß, es hat sich nichts geändert und es wird sich in den kommenden Jahren nichts ändern, wenn die Gesellschaft der Menschen es weiterhin es unterlässt Demagogen, Ergomanen und debilen Großmannssüchtigen zu folgen. Die mit geistlosen Parolen unsere Gesellschaft vergiften.
In einer Situation wie die jetzige zeigt sich der Charakter des Menschen, wie Helmut Schmitt einmal bemerkte. Wir müssen erkennen wessen geistig Kind wir sind. Und wir müssen uns die Frage gefallen lassen: Wollen wir das?

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